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Bad Ems feiert Geburtstag und Becheln feiert mit. Beide Gemeinden begehen den Jahrestag ihrer ersten urkundlichen Erwähnung, in Bad Ems vor 1125 Jahren,
in Becheln vor 750 Jahren. Freilich sind beide Orte wesentlich älter. Das zeigen schon die Hügelgräber aus dem 1. vorchristlichen Jahrtausend und der Limes,
der als bedeutendes archäologisches Denkmal in den Wäldern noch gut erhalten ist.
Urkundlich erwähnt ist Bad Ems erstmals im Jahr 880 n. Chr. Damals bestätigte der ostfränkische König Ludwig - Deutschland gab es noch lange nicht - einen
Gütertausch, in dem es um ein Hofgut "in aumezu" ging. Das war der alte Name des fränkische Dorfes Ems, das sich viel später zum weltbekannten Badeort mauserte.
Becheln ist erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1255 erwähnt, in der die Grafen von Nassau ihr Land teilten.
In Bad Ems werden das ganze Jahr über Feiern im Zeichen des Jubiläums stehen, so auch natürlich Highlights wie der Blumenkorso, das Jacques-Offenbach-Festival,
das Brückenfestival und Deutschlands älteste Ruderregatta ebenso wie Veranstaltungen rund um die Geschichte der Stadt. So wird es ein Bergmanns-Wochenende
geben, das an die Jahrhundertealte Tradition des Silberbergbaus von Bad Ems erinnert, ein Biedermeier-Wochenende führt in die Zeit des Weltbades und das
Museum wird zeigen, dass Wellness seit 2000 Jahren Tradition im Land hat. Höhepunkt wird der Rheinland-Pfalz-Tag sein.
Die Geschichte von Bad Ems erleben kann man auch auf geführten Spaziergängen und Wanderungen, etwa der Heilquellen-Führung, der Limes-Wanderung und dem
literarischen Abendspaziergang, der auf den Spuren berühmter Schriftsteller durch die Kurstadt führt. Schließlich gibt es aktuell zum Jubiläumsjahr ab
Herbst die Stadtgeschichte kompakt in Buchform.
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